Vereinbarkeit von Arbeit & Ehrenamt ist so wichtig wie die von Beruf, Familie und Pflege

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Zum Start der Wo­che des Bürgerschaftlichen Engagements am Freitag hat Dr. Elfriede Schießleder, Vizepräsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes e.V. (KDFB), für verläßliche fi­nan­zi­el­le Rahmenbedingungen und Anerkennung wie För­de­rung bürgerschaftlichen Engagements von Ar­beit­neh­men­den plädiert:

Der Einsatz für Asylsuchende, für soziales Miteinander, Natur- und Umweltschutz, Kirche, Kultur, Bildung und Sport trage wesentlich zu einer funktionierenden und starken Gesellschaft bei: Mitmenschlichkeit, soziale Ge­rech­tig­keit und die Verbesserung gesellschaftlicher Pro­blem­la­gen stehen im Mittelpunkt des uneigennützigen Handelns. Es geht den freiwillig Engagierten nicht um materiellen Gewinn, sondern um menschenfreundliches Zusammenleben in unserer Gesellschaft.

Die oft sehr zeitintensiven und verantwortungsvollen Tä­tig­keiten bedürften der Würdigung und einer dau­er­haf­ten Unterstützung sowohl seitens der Politik als auch der Wirt­schaft. Wir appellieren an die politischVer­ant­wort­li­chen, für verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen zu sorgen, damit bürgerschaftliches Engagement so wahr­ge­nom­men werden kann, dass es allen Beteiligten dient. Es darf nicht vergessen werden, dass dieses Engagement eine wichtige Stütze unserer Gesellschaft ist.

Die Arbeitgeber bitte der KDFB, bürgerschaftliches En­ga­ge­ment von Arbeitnehmenden stärker anzuerkennen, zu unterstützen und zu fördern, z.B. durch die Freistellung für Weiterbildungen während der Arbeitszeit. Ebenso sollte es im Rahmen einer flexiblen Arbeitszeitgestaltung mög­lich sein, auch tagsüber zeitweise das Ehrenamt aus­ü­ben zu können. Eine Vereinbarkeit von Arbeit und Ehrenamt ist genauso wichtig wie die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege. Hier bestehen Entwicklungsbedarf und Ko­ope­ra­ti­ons­be­reit­schaft.

Quelle ➟ www.frauenbund.de, 13.09.2016

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